Zollerfahrungen (off-topic)

11 04 2008

zoll_logo_xxl.gifAls ich letztens mal wieder ein paar Artikel über das Internet in den USA bestellt habe, ahnte ich noch nicht, daß mir das eigentlich Aufregende noch bevorstehen würde.

Die Rede ist von der Zollfahndung. Ich nenne das einfach mal so, da es sonst in der heutigen Zeit des ’schwachen‘ Dollars nicht anders zu erklären wäre.

Was ich damit sagen will ist, daß unsere Wirtschaft hier in Deutschland zunehmend unter dem ’starken‘ Euro leidet. Logisch zu erklären, da immer mehr Leute sich die gleiche Ware, die meistens auch hier zu bekommen wäre, in den Staaten für erheblich weniger Geld bestellen. Diesen Leuten schließe ich mich an. Allerdings bestelle ich schon seit Jahren ab und an Ware in den USA. Auch vor dem ’starken‘ Euro waren diese unter Umständen weit billiger als hierzulande. Selbst dann, wenn man die Versandkosten mit einrechnete.

So nun auch diesmal wieder. Ich bestellte zusammen mit einem Kollegen bei einem Onlineversand in Florida. Inklusive Versand kamen wir auf eine Rechnung von ca. $150,-. Umgerechnet wären das um die €100,-. Hier in Europa hätten wir für die gleiche Ware ca €200,- OHNE Versand bezahlen müssen.

Gesagt getan. Nach gut einer Woche kamen die bestellten Sachen hier in Deutschland an. Aber nicht etwa direkt bei mir zu Hause. Nein, ich bekam einen Brief vom Zoll in dem stand, ich möchte doch innerhalb der nächsten 7 Tage mit zweifacher Ausführung der Rechnung und deutscher Inhaltsangabe beim Zollamt Schöneberg erscheinen und die Ware dort abholen.

Die Rechnung gab es natürlich nicht – man ist ja nicht blöd. Was die deutsche Inhaltsangabe angeht sagte ich mir, wer lesen kann ist klar im Vorteil. Stand natürlich schon alles auf dem Packzettel – auf englisch. Aber was juckte mich das? Wenn man beim Zoll arbeitet, sollte man wenigstens englisch verstehen.

Also bin ich 3 Tage später zum Zoll gefahren um die Ware gleich entgegenzunehmen. Dachte ich jedenfalls.

Zunächst musste ich mir eine Art Wartenummer in Form einer Plastikkarte geben lassen. Außerdem bekam ich ein Blatt Papier, auf dem die Arbeit des Zolls erklärt wurde und der Zoll doch gar nicht so böse sei wie er meist dargestellt wird. Das Ganze wurde auf eine etwas lustige Art und Weise geschrieben, die jedoch in meinen Augen eher peinlich als lustig wirkte.

Der Warteraum wirkte auf mich nicht gerade gemütlich. So stelle ich mir die Räume der Stasi vor. Es fehlten nur noch die Folterbänke und Gitter an den Fenstern. Ich konnte leider keine zugespachtelten Löcher in den Wänden entdecken, die auf solche Relikte hinwiesen.

Um nicht zu weit vom eigentlichen Thema abzuschweifen, sei erwähnt, daß mich das Ganze dann letztendlich €10,- gekostet hat, weil angeblich die Versandkosten zusätzlich zum Wert des Inhalts, der auf dem Packzettel verzeichnet war, auch verzollt werden muß. Das halte ich zwar für Beschiss, aber was will ein kleiner Furz in diesem Moment dagegen ausrichten.

Was außerdem noch zu erwähnen wäre ist, daß die Zoll“beamten“ nicht die schnellsten in ihrer Tätigkeit sind. Nein, ich kann sogar behaupten, daß ich sowas lahmarschiges noch nie im Leben gesehen habe. Es waren c.a. 15 Kunden abzufertigen. Im Verhältnis dazu waren c.a. 25 „Beamte“ anwesend. Was auch immer die dort gemacht haben, gearbeitet haben die nicht.

Allein die Wartedauer bis man zum Verhör bzw. zur Bearbeitung gerufen wurde, belief sich auf eine (1) Stunde. Bis man dann seine Strafe bezahlen durfte nochmals 30 Minuten.

Das muß man sich mal vorstellen, der „Beamte“ der gerade noch mit einem zu tun hatte und den Paketinhalt checkte, brauchte danach glatte 30 Minuten um eine simple Rechnung auszustellen und diese einer nicht gerade arbeitswütigen Kassiererin zu überreichen, an die ich dann die Strafe entrichten durfte.

Das Ganze wäre nur halb so schlimm, wenn nicht wir die Steuerzahler diese Schnarchnasen bezahlen müssten.

Letztendlich ging ich €10,- leichter, dafür wiederum um fünf A4 Blätter schwerer nach Hause. Was auf diesen stand interessierte mich nicht im geringsten. Sie flogen gleich in die nächste Mülltonne.

Es lebe die Bürokratie! Kein Wunder das bei uns rein gar nichts vorwärts geht.

Armes Deutschland! Cheers!

Y

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Top 5 Screensaver

23 03 2008

Jeder von uns kennt sie und jeder hat sie im Laufe seiner Computerbeschäftigung schon benutzt oder zumindest probiert. Sei es nun zu sinnvollen Zwecken oder einfach nur der Neugierde wegen.

Wollte man damals mit Zuhilfenahme von Bildschirmschonern ein ‚Einbrennen‘ von immer gleichen Bildschirminformationen in den Bildschirm verhindern, sind sie heutzutage, im Zeitalter der Flachbildschirme, mehr Zierde als wirklich von großem Nutzen.

Trotzdem hält die Entwicklung von Bildschirmschonern, nicht zuletzt wegen der grafischen Möglichkeiten heutiger Computer, weiterhin an.

Da die Geschmäcker bekanntlich sehr verschieden sind und sich auch ab und an mal ändern können, ist die kleine zusammengestellte Liste nicht wirklich aussagekräftig und spiegelt eher meinen momentanen Geschmack, was Screensaver angeht, wieder.

1131676914615s1.jpgMein momentan genutzter Screensaver heißt „LotsaWater“. Er zeigt realistische Wassereffekte von auf einer Wasseroberfläche auftreffende Regentropfen. Etwas Feintuning wie z.B. die Wassertiefe oder die Stärke des Regenfalls kann man auch noch betreiben. Laut meinen letzten Informationen ist „LotsaWater“ momentan nur für den Mac erhältlich. Dafür aber Freeware und Open Source. Ein kleiner Tip am Rande für Perfektionisten. Wer zusammen mit LotsaWater den Bilschirmhintergrund „Stones“ aus den von Mac OS mitgelieferten Hintergründen verwendet, erzeugt eine nahezu realistische Umgebung.

http://wakaba.c3.cx/s/lotsablankers/lotsawater.html

fene.jpgDer nächste Bildschirmschoner schimpft sich „Fenetres Volantes“. Keine Ahnung was das heißt. Ich denke mal irgendwas mit fliegenden Fenstern oder so. In der Tat fliegen nach Aktivierung des Schoners die gerade geöffneten Programmfenster des Mac in einstellbarer Anzahl und Geschwindigkeit durch den imaginären Raum. Bewegt man nun die Maus oder drückt irgendeine Taste um wieder zum Desktop zurückzukehren, wird der Bildschirmschoner nicht etwa einfach nur abrupt beendet. Die umherfliegenden Fenster setzen sich nun zügig in umgekehrter Reihenfolge wieder in die Ausgangsposition zusammen.

Wie erwähnt, ist auch dieser SCR dem Mac vorenthalten.

http://www.objective-cocoa.org/fenetresvolantes/en/index_en.html

globe.jpgNummer drei auf der Liste dürfte einigen Leuten bekannt vorkommen. Der Bildschirmschoner entstammt einer Idee aus dem Film „War Games“ und nennt sich „DEFCOM Globe“.

Eine durchsichtige sich drehende Erdkugel die aus fluoreszierendem grünen Draht zu sein scheint. Keine Ahnung wie man das sonst umschreiben soll.

Ebenfalls momantan ausschließlich für den Mac.

http://www.AmbrosiaSW.com/utilities/freebies/

electric.jpg„Electric Sheep“ nennt sich der nächste Schoner. Wobei dieser aus mehreren einzelnen Paketen zusammengebastelt wird. Man könnte ihn auch als kollektiven Bildschirmschoner bezeichnen. Man installiert sich zunächst das Hauptprogramm und sobald der Screensaver aktiviert ist, nimmt er über das Internet Kontakt zu anderen Computern auf und lädt sich die eigentlichen grafischen Pakete, die so genannten ‚Electric Sheep Packs‘ herunter. Wer keine Lust hat darauf zu warten bis etwas heruntergeladen ist, kann sich auch manuell die einzelnen Pakete aus dem Netz besorgen. Informationen dazu gibt es auf der unten angegebenen Seite.

Der Bildschirmschoner läuft unter Mac OS, Linux und Windows.

http://electricsheep.org/

cap_scr_fliqlo_r.jpg

Klassisch und nahezu zeitlos ist der letzte Bildschirmschoner auf meiner Liste. Er nennt sich „FLIQLO“. Eigentlich gibt es dazu nichts zu erzählen. Nur soviel – er läuft unter Mac OS und Windows und zeigt die Uhrzeit an und ist für Leute die etwas zu lange mit bunten Screensavern gespielt haben und einfach mal eine Pause brauchen. Damit man diese nicht überzieht, sollte man einfach mal einen Blick auf den Bildschirm werfen. 😉

http://www.9031.com/downloads/screensavers.html

Y





Wie hieß der Song doch gleich? Teil 2

21 03 2008

button-tunatic.jpgIm Gegensatz zum ersten Beitrag, der sich mit diesem Thema befasst, funktioniert folgende Methode schon etwas einfacher. Außerdem kann man sich peinliche Auftritte alá „Deutschland sucht den Superidioten“ sparen.

Mit Tunatic kann man einfach per Tastenklick den gesuchten Track identifizieren lassen. Voraussetzung ist natürlich, daß der Song in diesem Moment im Hintergrund läuft und ein an den Computer angeschlossenes bzw. eingebautes Mikrofon ordentlich konfiguriert und aktiviert ist.

Tunatic lauscht jetzt über den Mikrofoneingang und gleicht die gehörte Melodie mit einer Datenbank im Internet ab. Dabei ist es ratsam, während der Suche einfach mal die Klappe zu halten und eventuelle Nebengeräusche zu unterlassen und Tunatic in Ruhe lauschen zu lassen.

Ist der gesuchte Song gefunden, dies kann unter Umständen schon mal bis zu 30 Sekunden dauern, kann man sich mit einem Klick auf den erscheinenden Pfeil in Tunatic weitere Informationen zu diesem Song in Form von Lyrics und Kaufmöglichleiten anzeigen lassen. Dabei wird man auf entsprechende Seiten weitergeleitet.

Tunatic ist Freeware und für den Mac und PC erhältlich.

Y





Vergessene Festnetztelefone?

4 02 2008

Mir ist letztens beim Kauf eines neuen Festnetztelefons aufgefallen, daß in diesem Bereich der Telekommunikation die zeit völlig zum stehen gekommen zu sein scheint. Nein, anders formuliert – sie IST stehengeblieben.

Diese Feststellung mache ich, beim Blick in die Regale der Elektronik,- und mediamärkte nun schon seit ca. 6 Jahren. Vielleicht aber auch länger. Damals war ich, wie auch diesmal, auf der Suche nach einem neuen Festnetztelefon. Das alte Siemens Gigaset tat es leider nicht mehr. Ich suchte nach einem Telefon was nicht nur funktionieren, sondern auch noch einigermaßen gut aussehen sollte. Allerdings schien einer dieser beiden wünsche nicht realisierbar. Also entweder – oder.

Die Wahl fiel damals zunächst auf ein Modell von Panasonic. Leider erwies sich diese Wahl als totaler reinfall. Vom Aussehen her ganz ok. Aber was den Rest anging, war es absoluter Schrott. Schlechte sprachqualität, billiges Plastik und auch damals schon klingeltöne fast ausschließlich in Form von Musik. Da stehe ich ja total drauf. Das Ding ging zwei Tage später wieder zurück in den Laden.

Ich experimentierte nicht weiter herum und griff wieder zu einem Gigaset. Das erfüllte wenigstens annähernd meine Wünsche. Das Design war ok – in den achtziger oder frühen neunziger Jahren hätte ich gesagt sehr gut – und auch technisch entsprach es meinen Bedürfnissen. Bis auf die klingeltöne. Immer noch zu 90% Musik. Ganz toll!

Im Herbst letzten Jahres, man konnte fast die Uhr danach stellen, gab auch dieses Telefon so langsam den Geist auf. Der Akkudeckel ging des Öfteren von alleine auf und eine der menütasten unter dem Display nahm ab und an keine befehle mehr entgegen.

Wieder ging ich los und suchte nach einem mir geeigneten Telefon. Als ich vor dem Regal mit den Telefonen stand, musste ich erst einmal auf das Datum meiner Uhr schauen um mich davon zu überzeugen, daß wir tatsächlich Ende 2007 hatten. Man könnte dieses Gefühl auch als Déjù Vu bezeichnen. Die gleichen Modelle wie vor 6 Jahren. Schlechtes design und billiges Plastik. Klobig und einfach nur hässlich.

Sicher kann man diese Aussage als subjektiv betrachten. Allerdings ist bei der Tatsache, daß immer noch nahezu unveränderte Telefonmodelle wie vor mehr als fünf Jahren in den Läden stehen, eine gewisse Kritik gerechtfertigt.

Nun könnte man meinen, daß sich wenigstens technisch etwas getan haben sollte. Um es gleich vorweg zu nehmen – vergesst es. Bis auf ein paar ‚Features‘ wie Farbdisplays, die im übrigen qualitativ noch nicht einmal an die Displays von mobiltelefonen der jahrtausendwende heranreichen, oder „klingeltöne“ im mp3 Format, hat sich leider nichts getan.

Nun stand ich wieder da und suchte nach einem dieser technischen ‚Wunderwerke‘ für zuhause. Mir gefiel diesmal rein gar nichts von dem was dort, wahrscheinlich schon seit der Euroeinführung, herum stand.

Ich informierte mich letztendlich im Internet nach ’neuen‘ festnetztelefonen. Ich entschied mich, wie konnte es anders sein, auch diesmal für ein Gigaset (SL565) von Siemens. Und wieder aus den oben genannten gründen. Vom design her setzt es sich schon erheblich von den anderen Modellen auf dem Markt ab. Technisch gesehen allerdings ist auch dieses Telefon kein Quantensprung. Auch wenn man versucht hat, einige Funktionen vom mobilen telefonmarkt zu übernehmen, sind diese teilweise völlig unbrauchbar. Dazu aber in einem späteren beitrag mehr. Falls ich Lust habe.

Wenn man den mobilen telefonmarkt betrachtet, haben viele Schwierigkeiten den Überblick zu behalten. Fast schon wöchentlich werfen die Hersteller neue Telefone auf den Markt. Die Technik entwickelt sich nun mal weiter, das weiß jeder. Nur die Leute in den Festnetztelefon-Abteilungen der Firmen wissen das anscheinend nicht. Falls es diese Abteilungen überhaupt noch gibt… Mir ist bewusst, daß der mobile telefonmarkt zukunftssicherer ist als der stationäre und diese beiden Bereiche immer mehr verschmelzen (sollten). Nur gibt es Menschen, die sich auch in Zukunft noch ein Festnetztelefon anschaffen werden und zuhause lieber mit diesem telefonieren wollen. Sei es nun aus Kostengründen oder die Tatsache, sich keinen mp3 Player oder ein möchtegern-Fotoapparat ans Ohr halten zu müssen um zu telefonieren.

Y





Musik umsonst und legal

3 02 2008

Es soll ja tage geben, an denen einem die eigene Musiksammlung zum Hals raushängt und man einfach mal wieder etwas Neues hören möchte. Oder man möchte einfach mal seinen angeborenen musikgeschmacklichen Horizont erweitern. Jedenfalls ging mir das schon das eine oder andere Mal so.

Das man dazu heutzutage nicht mehr unbedingt vor die Tür gehen muß, weiß mittlerweile jeder. Nicht zuletzt durch die Möglichkeit, sich die Musik über dutzende filesharing Programme zu besorgen oder die ‚vorhör‘ Möglichkeiten verschiedenster seriöser Anbieter zu nutzen. Diese vermitteln einem jedoch keine wirkliche Vorstellung vom gehörten Song oder Album.

Eine andere Art des ‚Probehörens‘ bietet Jamendo. Hier bieten Künstler verschiedenster Musikrichtungen ihre Alben zum anhören und zum Download an. Bei letzterem stehen einem das mp3 oder ogg Format zur Auswahl. Das ogg Format bietet dabei im Vergleich zu mp3 die etwas bessere Qualität. Wobei die angebotenen mp3 Dateien mit 192kb/s komprimiert sind und letztendlich für den ’normal-User‘ vollkommen ausreichend sein dürften.

Wer keine Lust hat die Alben im Ganzen herunterzuladen, der hat die Möglichkeit sich die einzelnen Songs in einer Art Musicplayer anzuhören und bei gefallen dann auch auf seiner Festplatte abzulegen. Wem die Musik gefällt oder aber nicht gefällt, hat außerdem die Möglichkeit, seine Art der Kritik an die Hörergemeinde weiterzugeben. Auch die Möglichkeit, den musikschaffenden Künstler finanziell zu unterstützen, gibt es.

Y





iPod Touch/iPhone Dollar bill dock

1 02 2008

Wer schon immer mal etwas selbst basteln wollte, oder bisher zu geizig war, seinem iPod/iPhone ein passendes dock zu gönnen, der sollte sich das folgende Video mal genauer anschauen.

Mit etwas Fingerspitzengefühl und der nötigen ruhe bastelt man sich ein dock aus einer Dollar-Note.

Das Video ist nicht mehr ganz neu. Aber aktuell genug.

Für Grobmotoriker ist diese Bauanleitung eventuell nicht gerade eine große Hilfe. Dennoch sollen solche Basteleien zur inneren Ruhe beitragen – habe ich mal gehört. Keine Ahnung ob’s tatsächlich stimmt…

Wer gerade keine Dollar-Note zur Hand hat, geht einfach in die nächste Wechselstube und tauscht halt eine Euro Note. Beim aktuellen Wechselkurs fallen vielleicht gleich zwei Scheinchen ab, aus denen man gleich zwei Docks basteln kann.

Ob das ganze auch mit Euro-Noten funktioniert kann ich nicht sagen. Aber wen interessiert’s? Wenn schon, denn schon – nicht wahr?

Ach ja, noch ein Nachtrag. Das Ganze geht natürlich auch mit einer 1-Dollar-note. Die hat die gleiche Größe wie die 100-Dollar-note im Video. Außerdem wird das dock billiger. 😉

Y





Colloquy ein Ressourcenfresser?

25 01 2008

Zur Vorgeschichte…

Wer sich des Öfteren in IRC Channels herumtreibt, dem dürfte das Programm Colloquy ein Begriff sein. Ich persönlich benutze das Programm tagtäglich.

Seit einiger zeit fiel mir jedoch auf, daß sich der Lüfter meines MacBooks in regelmäßigen Abständen durch hoch und runterdrehen bemerkbar machte. Bei einem Blick in die Aktivitätsanzeige merkte ich, daß der Prozess ‚mdworker‘ relativ viel Prozessorleistung für sich beanspruchte. Mdworker ist ein metadata indexer von Spotlight, der ein schnelles durchsuchen sämtlicher Informationen und Dateien auf der Festplatte ermöglicht. Dazu muß Spotlight bei erstmaliger Aktivierung, bzw. nach längerer Deaktivierung, einmal die komplette Festplatte indizieren. Dies kann unter Umständen mehrere Stunden dauern. Ist das geschehen, nimmt Spotlight in Zukunft nur noch veränderte Dateien in die Indizierung auf. Die erstmalige Indizierung kann eine hohe Prozessorauslastung verursachen, bei der schon mal ab und an der Lüfter zu hören ist. Eine häufige mdworker Aktivität hatte ich allerdings nicht mehr beobachten können, seit dem ich das MacBook das erste Mal in Betrieb nahm.

Nun begann die ursachensuche. Nach circa einwöchiger Nachforschungen in dutzenden Foren, die jedoch keine wirkliche Hilfe brachten, fiel mir mehr oder weniger durch Zufall auf, daß das oben erwähnte Colloquy ständig log-Dateien auf die platte schrieb und somit Spotlight dazu veranlasste, diese in die Indizierung aufzunehmen und somit die relativ hohe Prozessorauslastung verursachte. Ein deaktivieren von Spotlight kam für mich nicht in Frage, da ich diese Funktion des Öfteren brauche. Also blieben mir nur zwei Alternativen. Entweder auf ein anderes IRC Programm umsteigen, oder eine Möglichkeit finden Colloquy dazu zu bringen, weniger oder gar keine log-Dateien zu schreiben.

Die Lösung bringt Colloquy selbst mit. Einfach in den Einstellungen unter ‚Aufzeichnungen‘ die beiden Punkte „Protokolle für Gesprächsräume sichern“ und „Protokolle für direkte Gespräche sichern“ deaktivieren. Der ’normal-User‘ braucht diese beiden Funktionen normalerweise nie. Außerdem kann eine Reduzierung des Nachrichtenverlaufs unter ‚Verhalten‘ helfen. Allerdings ist das nur eine Vermutung meinerseits.

Wer also in der gleichen oder ähnlichen Lage sein sollte, in der ‚mdworker‘ bis dato unerklärlicherweise Probleme macht, der findet eventuell hiermit Erleuchtung.

Y