Vergessene Festnetztelefone?

4 02 2008

Mir ist letztens beim Kauf eines neuen Festnetztelefons aufgefallen, daß in diesem Bereich der Telekommunikation die zeit völlig zum stehen gekommen zu sein scheint. Nein, anders formuliert – sie IST stehengeblieben.

Diese Feststellung mache ich, beim Blick in die Regale der Elektronik,- und mediamärkte nun schon seit ca. 6 Jahren. Vielleicht aber auch länger. Damals war ich, wie auch diesmal, auf der Suche nach einem neuen Festnetztelefon. Das alte Siemens Gigaset tat es leider nicht mehr. Ich suchte nach einem Telefon was nicht nur funktionieren, sondern auch noch einigermaßen gut aussehen sollte. Allerdings schien einer dieser beiden wünsche nicht realisierbar. Also entweder – oder.

Die Wahl fiel damals zunächst auf ein Modell von Panasonic. Leider erwies sich diese Wahl als totaler reinfall. Vom Aussehen her ganz ok. Aber was den Rest anging, war es absoluter Schrott. Schlechte sprachqualität, billiges Plastik und auch damals schon klingeltöne fast ausschließlich in Form von Musik. Da stehe ich ja total drauf. Das Ding ging zwei Tage später wieder zurück in den Laden.

Ich experimentierte nicht weiter herum und griff wieder zu einem Gigaset. Das erfüllte wenigstens annähernd meine Wünsche. Das Design war ok – in den achtziger oder frühen neunziger Jahren hätte ich gesagt sehr gut – und auch technisch entsprach es meinen Bedürfnissen. Bis auf die klingeltöne. Immer noch zu 90% Musik. Ganz toll!

Im Herbst letzten Jahres, man konnte fast die Uhr danach stellen, gab auch dieses Telefon so langsam den Geist auf. Der Akkudeckel ging des Öfteren von alleine auf und eine der menütasten unter dem Display nahm ab und an keine befehle mehr entgegen.

Wieder ging ich los und suchte nach einem mir geeigneten Telefon. Als ich vor dem Regal mit den Telefonen stand, musste ich erst einmal auf das Datum meiner Uhr schauen um mich davon zu überzeugen, daß wir tatsächlich Ende 2007 hatten. Man könnte dieses Gefühl auch als Déjù Vu bezeichnen. Die gleichen Modelle wie vor 6 Jahren. Schlechtes design und billiges Plastik. Klobig und einfach nur hässlich.

Sicher kann man diese Aussage als subjektiv betrachten. Allerdings ist bei der Tatsache, daß immer noch nahezu unveränderte Telefonmodelle wie vor mehr als fünf Jahren in den Läden stehen, eine gewisse Kritik gerechtfertigt.

Nun könnte man meinen, daß sich wenigstens technisch etwas getan haben sollte. Um es gleich vorweg zu nehmen – vergesst es. Bis auf ein paar ‚Features‘ wie Farbdisplays, die im übrigen qualitativ noch nicht einmal an die Displays von mobiltelefonen der jahrtausendwende heranreichen, oder „klingeltöne“ im mp3 Format, hat sich leider nichts getan.

Nun stand ich wieder da und suchte nach einem dieser technischen ‚Wunderwerke‘ für zuhause. Mir gefiel diesmal rein gar nichts von dem was dort, wahrscheinlich schon seit der Euroeinführung, herum stand.

Ich informierte mich letztendlich im Internet nach ’neuen‘ festnetztelefonen. Ich entschied mich, wie konnte es anders sein, auch diesmal für ein Gigaset (SL565) von Siemens. Und wieder aus den oben genannten gründen. Vom design her setzt es sich schon erheblich von den anderen Modellen auf dem Markt ab. Technisch gesehen allerdings ist auch dieses Telefon kein Quantensprung. Auch wenn man versucht hat, einige Funktionen vom mobilen telefonmarkt zu übernehmen, sind diese teilweise völlig unbrauchbar. Dazu aber in einem späteren beitrag mehr. Falls ich Lust habe.

Wenn man den mobilen telefonmarkt betrachtet, haben viele Schwierigkeiten den Überblick zu behalten. Fast schon wöchentlich werfen die Hersteller neue Telefone auf den Markt. Die Technik entwickelt sich nun mal weiter, das weiß jeder. Nur die Leute in den Festnetztelefon-Abteilungen der Firmen wissen das anscheinend nicht. Falls es diese Abteilungen überhaupt noch gibt… Mir ist bewusst, daß der mobile telefonmarkt zukunftssicherer ist als der stationäre und diese beiden Bereiche immer mehr verschmelzen (sollten). Nur gibt es Menschen, die sich auch in Zukunft noch ein Festnetztelefon anschaffen werden und zuhause lieber mit diesem telefonieren wollen. Sei es nun aus Kostengründen oder die Tatsache, sich keinen mp3 Player oder ein möchtegern-Fotoapparat ans Ohr halten zu müssen um zu telefonieren.

Y





Musik umsonst und legal

3 02 2008

Es soll ja tage geben, an denen einem die eigene Musiksammlung zum Hals raushängt und man einfach mal wieder etwas Neues hören möchte. Oder man möchte einfach mal seinen angeborenen musikgeschmacklichen Horizont erweitern. Jedenfalls ging mir das schon das eine oder andere Mal so.

Das man dazu heutzutage nicht mehr unbedingt vor die Tür gehen muß, weiß mittlerweile jeder. Nicht zuletzt durch die Möglichkeit, sich die Musik über dutzende filesharing Programme zu besorgen oder die ‚vorhör‘ Möglichkeiten verschiedenster seriöser Anbieter zu nutzen. Diese vermitteln einem jedoch keine wirkliche Vorstellung vom gehörten Song oder Album.

Eine andere Art des ‚Probehörens‘ bietet Jamendo. Hier bieten Künstler verschiedenster Musikrichtungen ihre Alben zum anhören und zum Download an. Bei letzterem stehen einem das mp3 oder ogg Format zur Auswahl. Das ogg Format bietet dabei im Vergleich zu mp3 die etwas bessere Qualität. Wobei die angebotenen mp3 Dateien mit 192kb/s komprimiert sind und letztendlich für den ’normal-User‘ vollkommen ausreichend sein dürften.

Wer keine Lust hat die Alben im Ganzen herunterzuladen, der hat die Möglichkeit sich die einzelnen Songs in einer Art Musicplayer anzuhören und bei gefallen dann auch auf seiner Festplatte abzulegen. Wem die Musik gefällt oder aber nicht gefällt, hat außerdem die Möglichkeit, seine Art der Kritik an die Hörergemeinde weiterzugeben. Auch die Möglichkeit, den musikschaffenden Künstler finanziell zu unterstützen, gibt es.

Y





iPod Touch/iPhone Dollar bill dock

1 02 2008

Wer schon immer mal etwas selbst basteln wollte, oder bisher zu geizig war, seinem iPod/iPhone ein passendes dock zu gönnen, der sollte sich das folgende Video mal genauer anschauen.

Mit etwas Fingerspitzengefühl und der nötigen ruhe bastelt man sich ein dock aus einer Dollar-Note.

Das Video ist nicht mehr ganz neu. Aber aktuell genug.

Für Grobmotoriker ist diese Bauanleitung eventuell nicht gerade eine große Hilfe. Dennoch sollen solche Basteleien zur inneren Ruhe beitragen – habe ich mal gehört. Keine Ahnung ob’s tatsächlich stimmt…

Wer gerade keine Dollar-Note zur Hand hat, geht einfach in die nächste Wechselstube und tauscht halt eine Euro Note. Beim aktuellen Wechselkurs fallen vielleicht gleich zwei Scheinchen ab, aus denen man gleich zwei Docks basteln kann.

Ob das ganze auch mit Euro-Noten funktioniert kann ich nicht sagen. Aber wen interessiert’s? Wenn schon, denn schon – nicht wahr?

Ach ja, noch ein Nachtrag. Das Ganze geht natürlich auch mit einer 1-Dollar-note. Die hat die gleiche Größe wie die 100-Dollar-note im Video. Außerdem wird das dock billiger. 😉

Y