Colloquy ein Ressourcenfresser?

25 01 2008

Zur Vorgeschichte…

Wer sich des Öfteren in IRC Channels herumtreibt, dem dürfte das Programm Colloquy ein Begriff sein. Ich persönlich benutze das Programm tagtäglich.

Seit einiger zeit fiel mir jedoch auf, daß sich der Lüfter meines MacBooks in regelmäßigen Abständen durch hoch und runterdrehen bemerkbar machte. Bei einem Blick in die Aktivitätsanzeige merkte ich, daß der Prozess ‚mdworker‘ relativ viel Prozessorleistung für sich beanspruchte. Mdworker ist ein metadata indexer von Spotlight, der ein schnelles durchsuchen sämtlicher Informationen und Dateien auf der Festplatte ermöglicht. Dazu muß Spotlight bei erstmaliger Aktivierung, bzw. nach längerer Deaktivierung, einmal die komplette Festplatte indizieren. Dies kann unter Umständen mehrere Stunden dauern. Ist das geschehen, nimmt Spotlight in Zukunft nur noch veränderte Dateien in die Indizierung auf. Die erstmalige Indizierung kann eine hohe Prozessorauslastung verursachen, bei der schon mal ab und an der Lüfter zu hören ist. Eine häufige mdworker Aktivität hatte ich allerdings nicht mehr beobachten können, seit dem ich das MacBook das erste Mal in Betrieb nahm.

Nun begann die ursachensuche. Nach circa einwöchiger Nachforschungen in dutzenden Foren, die jedoch keine wirkliche Hilfe brachten, fiel mir mehr oder weniger durch Zufall auf, daß das oben erwähnte Colloquy ständig log-Dateien auf die platte schrieb und somit Spotlight dazu veranlasste, diese in die Indizierung aufzunehmen und somit die relativ hohe Prozessorauslastung verursachte. Ein deaktivieren von Spotlight kam für mich nicht in Frage, da ich diese Funktion des Öfteren brauche. Also blieben mir nur zwei Alternativen. Entweder auf ein anderes IRC Programm umsteigen, oder eine Möglichkeit finden Colloquy dazu zu bringen, weniger oder gar keine log-Dateien zu schreiben.

Die Lösung bringt Colloquy selbst mit. Einfach in den Einstellungen unter ‚Aufzeichnungen‘ die beiden Punkte „Protokolle für Gesprächsräume sichern“ und „Protokolle für direkte Gespräche sichern“ deaktivieren. Der ’normal-User‘ braucht diese beiden Funktionen normalerweise nie. Außerdem kann eine Reduzierung des Nachrichtenverlaufs unter ‚Verhalten‘ helfen. Allerdings ist das nur eine Vermutung meinerseits.

Wer also in der gleichen oder ähnlichen Lage sein sollte, in der ‚mdworker‘ bis dato unerklärlicherweise Probleme macht, der findet eventuell hiermit Erleuchtung.

Y





Maus Revolution?

11 01 2008

MX1000 Laser Cordless Mouse heißt sie und sie wuchs mir an Herz, oder sagen wir besser an die Hand. Denn da verrichtete sie bis kurz vor Weihnachten treu und problemlos ihre Dienste. Wie gesagt – bis Weihnachten. Denn ab da an machte sie Probleme wie zb. ein springender oder stehenbleibender Mauszeiger und ungewollte eigenständige Klicks.

Ich tippte natürlich zunächst auf treiberprobleme. Die neusten Treiber und auch die Standardtreiber brachten keine Besserung.

Auch das reinigen der Optik der Maus brachte nichts. Der Nager wollte einfach nicht mehr vernünftig seine Dienste verrichten.

Es blieb mir also nichts anderes übrig, als mich schweren Herzens (bei den Preisen für eine neue maus kann man das denke ich verstehen) von der Maus zu trennen und mich für eine neue zu entscheiden.

Und da eine Maus bei mir mehrere Stunden am Tag im Einsatz ist, versteht es sich von selbst, daß für mich ’no name‘ Mäuse gar nicht erst in Frage kommen und ich deshalb wieder zu einer Logitech maus greifen würde.

Der griff ging diesmal zur MX Revolution. Eine kabellose Funkhaus, die meines Erachtens eher für den arbeitenden User gedacht ist als für den Hardcore-Zocker. In diesem Fall sollte man lieber zu einer kabelgebundenen maus greifen. Ein Grund mehr mich für diese maus zu entscheiden.

Ich will jetzt nicht auf die einzelnen Features der Maus eingehen. Ein Grund dafür ist, daß man die Standardeinstellungen der einzelnen tasten und der beiden Scrollrädchen, auch wenn es im ersten Moment nicht ersichtlich ist, nach seinen eigenen Wünschen und Bedürfnissen anpassen kann und sollte. Zu erwähnen wäre der Scrollrad-Klick.

Ausführliche Vorstellungen und Tests dieser Features gibt es mittlerweile zu Hauf im Netz. Google is your friend.

Ich benutze die Maus zwar erst seit gestern, aber ich kann jetzt schon sagen – Hut ab! Logitech hat bei dieser maus alles unter einen Hut gepackt. Design, Funktionalität und Qualität.

Das Griffgefühl ist im Vergleich zur MX1000 nahezu unverändert geblieben. In dieser Disziplin gab es auch nichts mehr zu verbessern. Auch die tastenklicks haben sich zur vorgängermaus nicht verändert. Immer noch dieser präzise Druckpunkt beim klicken. Die daumentasten zum vor,- und zurückblättern von Internetseiten haben sich allerdings in die positive Richtung geändert. Die ‚zurück‘-Taste kann man nun auch erreichen, ohne das man den Handballen anheben muß. Das war definitiv einer der größten Schwachpunkte der MX1000.

Die Maus gleitet nun viel leichter über den Tisch als ihre Vorgängerin. Falls man kein Mousepad benutzt, was bei einer optischen maus auch nicht zwingend erforderlich ist, sollte man daher bei den Einstellungen der Mauszeigergeschwindigkeit jetzt vorsichtiger sein.

Das Scrollrad ist wertiger geworden und fühlt sich angenehmer an als bisher. Das scrollen macht deutlich mehr Spaß. Man möchte gar nicht mehr aufhören.

Alles in allem ist die MX Revolution zu ihrer Vorgängerin erwachsener und noch einmal wertiger geworden. Ob man bei dieser Mausgeneration von einer Revolution reden sollte ist Ansichtssache. Meiner Meinung nach ist sie aber zurzeit eine der besten Mäuse auf dem Markt. Wenn Logitech sich jetzt noch die zeit nehmen würde, die dazugehörige Software zu überarbeiten und auf unter 10MB zu drücken, könnte man fast von einer Revolution sprechen.

Man kann natürlich auf die Logitech Software verzichten. Nur sollte man sich dann im Klaren sein, daß einige Features der Maus nicht funktionieren.

Wer plant, sich diese maus zuzulegen und dies nicht über das Internet tun möchte, sollte sich genau über die Preise informieren. Die straßenpreise schwanken im Moment zwischen €70,- und €100,-. (stand Januar ’08)

Y